1. Oktober - Roli

Den Mutigen gehört das Glücklichsein

Gestern Abend durfte ich seit langer Zeit wieder einmal das Nachtessen in der Chamanna Jenatsch zubereiten. Einfach so, schnell hoch kochen gehen? Dem war nicht so.

Natürlich wurde vorgängig zu Hause unter Freunden probegekocht und getestet. Das Ergebnis könnte auf die Chamanna Jenatsch passen. Doch was ist, wenn die Hütte fast voll ist oder die Vorräte im Vorratskeller nicht passend sind? Wir werden sehen.

Der Zustieg am Freitag in der Abenddämmerung war mit vielen Eindrücken gesättigt. Der Abstieg von der Fuorcla d’Agnel erstmals mit Stirnlampe, aber Achtung, das ist nicht jedermanns Sache. Der Tag als Gästekoch begann damit, das Menü zusammen zu stellen. Einige Tipps von Claudia und das Abendessen war bestimmt. Nun war aber das Wetter einfach zu schön und so ging’s mit Fridli zur Wasserfassung, um am Bauwerk weiter zu arbeiten. Einfach herrlich, diese Herbstsonne und diese Farben der Landschaft dazu. Die Hüttengastgeber legen viel Wert auf den Sport während des Tages: Fussball. Leider wurde ich in der Schule immer als letzter in eine Mannschaft gewählt und somit habe ich noch einige Defizite. Mit der Spielpraxis auf 2652 müM könnte auch ich auf die Siegesstrasse zurückkehren, im Tischfussball. 

Im Laufe des Nachmittags begann ich den Dessert zu zubereiten. Routine, den habe ich schon zu früheren Zeit einige Male als Hüttenchnüttel gemacht. Der Hauptgang musste nun sachlich und genau geplant werden. Jeannine coachte mich, ebenso übernahm sie einen Teil des Menüs. Je näher die Essenszeit kam, desto nervöser wurde ich. Immer wieder kam etwas Unsicherheit auf, ob ich die Zeiten einhalten kann oder ob der Geschmacksnerv der Gäste und der Hüttengastgeber getroffen werden kann. Klar, es wurden einige Schritte zu viel gemacht, die Routine fehlt eben doch.

Nun folgte die Tischansprache der Gastgeber und weiter ging’s mit kochen, das Menu sollte frisch aus der Pfanne auf den Tisch. Nun lauschte ich dem Geräuschpegel in der Stube …

Während dem Reinigen des Gasherdes und des Rüsttisches (das sah ja übel aus) wusste ich, das Essen war gelungen. Fröhliche Stimmung machte sich im Berghaus breit.

Vielen herzlichen Dank und ein Drücker an Claudia, Fridli und Jeannine, welche mir dieses Erlebnis ermöglicht haben.

Wiederum erlebte ich da auf der Chamanna Jenatsch ein unvergessliches Erlebnis. Glückliche Geschichten werden in der Ferne geschrieben und dazu braucht es eben etwas Mut. Vielen Dank an die mutigen: Claudia, Fridli und Jeannine, die heute für einen Kurzurlaub ins Tal absteigt

Euer Roli


Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

081 833 29 29         info@jenatsch-huette.ch

775'350 / 155'675 .