20. April - Claudia

Gästeküche vom Feinsten

Wieder einmal hatten wir in der Hüttenküche eine GÄSTEKÜCHE. Und zum zweiten Mal Gästeköche aus dem Allgäu. Ein schöner Tag mit tollen Menschen in der Küche.

So ein feines Menü haben die beiden mit Ulli's Unterstützung zubereitet. Was es gab? Hmmmmmm: zuerst gab es eine Marronisuppe mit Marronichips und Chili/Zimt Croutons, darüber etwas frisches Peterli und ein Güpfli Rahm. Danach kam der Hauptgang: Allgäuer Krautkrapfen mit Salat. Und zum Abschluss ein frischer, selbstgemachter Apfelstrudel mit Vanillesauce. 
Wenn Euch dabei jetzt das Wasser im Munde zusammenläuft, dann hab ich dafür vollstes Verständnis :-). Hier ein paar Eindrücke vom Entstehen und vom Produkt: 

Der Hauptgang war für viele Gäste sicher sehr speziell. Es besteht aus einem Strudelteig, Sauerkraut, viel Kümmel und Speckstreifen. Währschaft und fein - mit dem vielen Sauerkraut aber auch nicht jedermanns Sache... und doch waren die Rückmeldungen gut. 
Bei der Marronisuppe waren sich alle restlos einig. Fantastisch! Die Suppe vollmundig marronig, der Nachgang im Rachen sehr voll und die Croutons mit Chili und Zimt gaben noch das i-Tüpfeli dazu. 
Und nach diesem Vollprogramm an Feinheiten rundete der Apfel-Nuss-Strudel das Ganze ab. Das ist etwas, das jeder kennt und das (wohl auch fast) jeder mag. Hier haben alle nochmals zugschlagen und genossen. 

Für uns hier in der Hüttenküche war das wieder ein interessanter Nachmittag und Abend. Beide Christoph's sind gelernte Köche. Ihre Fingerfertigkeit ist beeindruckend. Beim einen haben wir einmal mehr über die Schnelligkeit des Rüstens gestaunt und dabei sind alle Stückli auch noch gleich gross ;-) und beim anderen zog uns die Feinheit in den Bann, mit der er den Strudelteig bearbeitet hat. Fast liebevoll wurde er über eine doch längere Zeit bearbeitet, bis er fast so dünn wie ein Papier auf dem Leinentuch lag. Dabei war die Konsistenz des Teiges so kompakt, dass er mit den Fingern darunter gleiten konnte, ohne dass er Schaden nahm. Toll und für uns eine Lehrstunde in der Küche. Gleich nach dem grossen Rüsten hab ich das mit dem feinen Schneiden mal probiert und war nur minder erfolgreich. Aber - alle Kunst braucht Übung und ich bleibe dran. 

Neben all dem 'fachlichen' hat auch die Chemie zwischen uns allen gepasst und die Stimmung war entsprechend konzentriert und lustig zugleich. Martina und ich waren immer im Hintergrund und versuchten zu helfen, wo es uns brauchte. Auch mal schön, wenn wir mit"erleben" dürfen, wie Profis arbeiten. 
Und Christoph Erd führt mit Ulli zusammen das Staufner Haus DAV, in Oberstaufen am Hochgrat. Die Hütte ist gut erreichbar und einen Ausflug wert. Immer, wenn Fridli und ich im Allgäu sind, dann planen wir einen Besuch bei Ihnen ein. Ab 1.Mai sind sie selbst wieder Gastgeber in der Hütte. 

Etwas schade war, dass unsere gemeinsame Freundin Birgit (unsere Töpferin) nicht mit dabei sein konnte. Sie hat uns mal zum Staufner Haus mitgenommen und aus einem Mal wurden zwei. Nun gehen wir jedesmal gemeinsam rauf und geniessen Hüttenzeit in der Hütten freien Zeit :-). Birgit ist zu dieser Zeit sehr mit Ihrer Töpferei beschäftigt, da im Frühjahr mehrere Handwerks- und Bauernmärkte veranstaltet werden, bei denen sie präsent ist. Da muss produziert werden und der Laden braucht auch ihre Aufmerksamkeit. 

So und nun ist genug geschrieben. Bis auf das, dass auch Martina gestern fleissig besucht wurde. Ihr Vater mit einem Kollegen war hier und zwei 'Onkel's' haben sie ebenfalls besucht. Das ist immer sehr schön und gestern konnte sie es auch mehr geniessen, da wir ja alle in der Küche nicht so stark gefordert waren. 

Euch wünschen wir einen sonnigen und schönen Tag und einen guten Ausklang der Arbeitswoche. Herzliche Grüsse von hier oben. Claudia & Fridli mit Martina 


Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

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