22. Februar - Fridolin

Luxusproblem oder doch nicht?

Im Moment gibt es bei uns Daten, welche bereits ausgebucht sind.

Bis vor kurzem haben wir bei den Reservationen nie mehr als Anzahl Betten bestätigt, die wir auch haben. Seit wir aber merkten, dass es praktisch bei jeder grösseren Gruppe Verschiebungen nach unten gibt, haben wir uns entschieden, zwei drei Plätze zu überbuchen. Und bis heute ist das immer mehr als aufgegangen. Auch führen wir eine Warteliste. Auf diese setzen wir diejenigen Gäste, welche sich kurzfristig entscheiden können, doch noch zu uns zu kommen. Und nun hat das Pendel bei unserem Luxusproblem plötzlich auf die andere Seite ausgeschlagen; es geht für ein Datum, wenigsten Stand heute, gar nicht mehr auf. Durch ein Missverständnis haben wir plötzlich 91 Gäste im Reservationsbuch stehen. Seit Tagen hängt uns dies im Nacken und Claudia scheinbar im Hals (Grippe), denn dies sind nun definitiv viel zu viele Gäste, welchen wir weder im Lager unterbringen können noch einen Platz in der Stube anbieten könnten. Und da wir keine Gipfelstürmerhütte sind, bei der die Gäste nach dem Nachtessen schon ins Bett gehen, damit sie am Morgen früh aus den Federn können, sondern noch gerne mit den Kollegen am Tisch sitzen, haben wir ein Problem. Dies ist für uns kein Luxusproblem mehr, sondern Problem der Qualität, welche wir weiterhin hoch halten wollen. Mal schauen wie sich das Wetter entwickelt und unsere Sorgen lösen sich, je nach Wettervorhersage, schneller auf, als gedacht.

Markus hat sich gestern, nach dem Morgenabwasch, noch einmal die Skier angeschnallt und den Traunter Ovas umrundet. Zurück kam ein strahlender Hüttenpraktikant Markus, welcher die Pulverschneehänge genossen hatte. Anschliessend nahm er noch einmal den Pinsel in die Hand und hat ua. die Aussentüre so behandelt, dass sie sich nun nicht mehr auffällig von der Südfassade abhebt. Jetzt präsentiert sich die Fassade einheitlich und macht uns Freude. Das Nachtessen zu kochen hat er sich dann auch nicht nehmen lassen. Und so hat Markus vor seinem Schlusswochenende jede Arbeit einmal so richtig gut durchgespielt und sich einen guten Über- und Einblick in die Arbeiten eines Hüttengastgebers bekommen.

Claudia hat praktisch den ganzen, wunderschönen, Tag, durchgeschlafen und wir hoffen nun, dass das Gröbste der Grippe vorbei ist. Auf jeden Fall sitzt sie schon am Küchentisch und versucht die Betteneinteilung der nächsten drei Tage zu machen. Ein Unterfangen, welches jedesmal, kaum fertig, wieder über Bord geworfen werden kann, da sicher eine Gruppe noch eine An- oder Abmeldung durchgibt.

Nachdem vorgestern einige Tagesgäste bei uns etwas zu Mittagessen einnahmen, wollte ich bis zum Mittag mit dem Hüttenwusel durch sein. Dies beansprucht zwar so oder so bis zu 2 Stunden und nebst den Telefonen und E-Mails, muss man sich, auch bei wenigen Gästen, sputen, damit man bis 11.30 Uhr mit diesen Arbeiten durch ist. Kaum hingelegt um ein Nickerchen zu machen, kommt mit Garantie ein Telefon. Aber eben - solange dies Anmeldungen sind, so lässt man sich gerne beim Nickerchen stören.

Ja und heute? Heute kommen die ersten Gäste zu uns, welche drei Tage bei uns bleiben werden. Dies freut uns natürlich sehr und spricht für die Möglichkeiten, welche unsere Jenatschumgebung bietet.

So, also dann, bis bald wieder.

Herzliche Grüsse.

Fridli, Claudia unter der Decke zum Inhalieren und Markus am Morgenabwasch, Christian im Fribourgischen.


Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

081 833 29 29         info@jenatsch-huette.ch

775'350 / 155'675 .