22. März - Claudia

Zurück in der schönen Jenatsch

Am Samstag bin ich zum Julierpass gestapft - gestern per Heli wieder zurückgekehrt.

Das waren wieder Tage im Tal... Wenn ich darüber nachdenke, was das für mich jeweils heisst, müsste ich die ganze Saison in der Hütte bleiben.
Es ist ein bisschen wie im Büro und sicher kennt Ihr das gut. Bevor man "Ferien" hat muss noch viel mehr erledigt werden, als normalerweise und wenn man dann zurück kommt, ist der Stapel an Arbeit wieder so gross. Hier ist es ähnlich. Bevor ich ging galt es für die kommenden Tage zu backen: Ruchbrote, Vollkornbrote, Hefezöpfe, Kuchen so viel als möglich...Die ganzen Vorräte so versorgen, dass alle anderen auf den ersten Blick sehen und lesen, in welcher Kiste, was genau drin ist. Stunden gehen da drauf und der Kopf nonstop gefordert. Alles was ich vergesse, bleibt vergessen und macht den anderen die Arbeit schwerer. So waren die Tage vor dem Talabstieg anstrengend und kräftezehrend. Dann zu Hause bleibt wenig Zeit für Persönliches. Klar - eine oder zwei Badewannen müssen sein. Das ist bei mir so. Auch wenn es mitten in der Nacht ist ;-). Dann organisieren für Einkäufe, einen Tag einplanen für die ganzen Besorgungen an den verschiedensten Orten, Treffen wegen laufenden Projekten und Treffen von Freunden, ein Einkauf im Grossmarkt und so weiter. Dieses Mal wurde ich gleich zweimal über Mittag bekocht. Herzlichen Dank an die lieben Menschen Margrit und Elisabeth, wo ich mich einfach an den gedeckten Tisch setzen durfte. Das tat gut. Dann haben wir gleich nach Ostern einen kleinen Umbau zu Hause, der viel Staub produzieren wird. Also: Zimmer ausräumen, alles in Kisten in den Keller transportieren, die ganze Küche ausräumen, alle Möbel verräumen und was mir zu schwer war, habe ich in Plastik-Abdeckfolien eingepackt. Stunden gingen da drauf. Aber wie immer ist am Ende alles gemacht und parat und schon folgt wieder der Tag des Aufstieges oder des Zurückkommens. 

Gestern war es dann noch so, dass die Hütte am Abend gefüllt war. Mit 67 Gästen galt es wieder "zurück zu kommen" und den Abend so zu organisieren, dass alles wie gewohnt läuft. Martina, Emil und Fridli hatten vieles schon super vorbereitet und so konnte ich mich plus minus auf das Nachtessen konzentrieren. Ufff, nun bin ich ein bisschen müde, aber irgendwie auch entspannt. Auch wenn im Tal immer so viele Arbeiten und Aufgaben auf mich warten, so bin ich doch "im Tal" und kann auf andere Art funktionieren, als hier oben. Kein warmes Abendessen, kein Kochen, keine festen Zeiten. Das tut zwischendurch mal sehr gut. 

Und richtig schön war es gestern, als viele viele Wiederholer sich einfanden und den Abend in der Stube verbrachten. Das ist eh immer eine schöne Sache und die Stimmung entsprechend super. Nun sind fast alle losgezogen und freuen sich am tollen Sonnentag. In alle Richtungen verlaufen die Spuren im Schnee :-).

UND: gestern hatte "unsere Maria" einen besonderen Geburtstag und ich hab es nicht einmal geschafft, sie rasch anzurufen. Liebe Maria: alles, alles Liebe zu Deinem Geburtstag, einen Tag zu spät... sorry. Bleib so, wie Du bist - Du bist klasse! Ich melde mich bald noch bei Dir, sobald ein bisschen Ruhe eingekehrt ist und ich mich auf ein Telefonat konzentrieren kann. 

Nun sind wir mit dem Abwasch schon recht weit, das Buffet wird abgeräumt und ich freue mich auf den Team-Kaffee im Anschluss. Auch heute haben wir über 50 Gäste und sind wieder voll gefordert. Im Moment läuft es wirklich toll hier oben und wir freuen uns an den vielen Gästen und an den vielen vielen Wiederholern, die wir mit jedem Besuch besser kennenlernen.

Sehen wir uns auch mal hier oben? Wir freuen uns auf Euch und warten geduldig... Bis dahin Euch allen eine gute Zeit und bleibt gesund. 
Eure Hüttengastgeber Claudia & Fridli mit Martina und Emil(io)


Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

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