30. August - Fridolin

Intensiv

Die letzte Tage waren wieder einmal mehr sehr intensiv.

Intensiv, was heisst das für uns? Das kann bedeuten, dass wir viele Gäste zu betreuen haben, das kann aber auch heissen, dass wir gut besucht sind und viele Wiederholer in der Stube sind. Und Wiederholer bedeutet, dass wir sehr gerne mit ihnen auch einen lämgeren Schwatz halten. Und gestern Abend war es ganz besonders, denn es waren viele Gesichter da, welche wir schon mehrfach gesehen haben. Ua. waren drei Frauen da, zwei davon über Silvester, als uns der Norovirus erwischt hat und sie mit uns ausgeflogen wurden. Und nun wollten sie die Gegend und uns einmal im Sommer, und wahrscheinlich auch einmal, gesund sehen. Das Wiedersehen war auch entsprechend. Schön war auch, dass zwei Gäste in der Stube sassen, welche vor zwei Tagen als Tagesgäste da waren. Ist das nicht schön? Oder eine Frau, die einen Tag bleiben wollte und spontan um einen Tag verlängerte? Auch sie ein bekanntes Gesicht. Oder der K., welcher mit seinen über 80 Jahren noch jedes Jahr zu uns kommt? Oder die "älteste" Freundin von Claudia, welche uns extra für zwei Tage von Frankfurt mit einem Teil der Familie besuchte und gestern den ganzen Tag die Skulptur einölte? Oder am Abend, als noch ein Gast auftauchte, welcher "beichtete", dass er in Bever aufgewachsen ist und noch nie auf der Jenatschhütte war? Oder der Besuch von Nicols Mutter?

All diese Erlebnisse sind sehr, sehr schön, wie auch eine E-Mail, welches wir heute Morgen von M.A. bekamen und gehen bei uns direkt ins Herz. Sie kosten uns zwar keine körperliche Kraft, aber der Kopf wird in einer unglaublichen Intensität beansprucht, dass ich dann sehr froh bin, wenn ich als Aussenminister wieder ein paar Stunden mit handwerklicher Arbeit beschäftigt bin. Diese erlauben mir dies alles zu verarbeiten und für neue Geschichten wieder offen zu sein.

Leider muss ich heute wieder für mindestens zwei Tage ins Tal, ua. Baukommissionsitzung in Bergün, und so verpasse ich wieder ein paar Wiederholer, welches mich natürlich extrem fuxt.

Sie seien aber bereits jetzt herzlich gegrüsst.

Und herzlich grüsse ich jetzt auch Euch, Ihr lieben TagebuchleserInnen.

Dr Fridli, mit dr Claudia, dr Jeannine und dr Nicole, welche heute mit ihrer Mutter auch ins Tal absteigt.

<< zurück


Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

081 833 29 29         info@jenatsch-huette.ch

775'350 / 155'675 .