28. September - Michèle

Klappe die Vierte

…oder: Wundertüte Jenatschhütte.

Zum vierten Mal sind wir nun hier oben auf der Jenatschhütte, um Claudia und Fridli in ihrem Alltag filmisch zu begleiten. Und jedes Mal werden wir überrascht.

Da ist zum einen die Hütte selbst; sie ist nun von Schnee umgeben und sticht dadurch besonders schön hervor. Das Gras rund um die Hütte nimmt gelbbraune Farbe an, die Silberdisteln senken ihre Köpfe – es ist Herbst, der Winter steht kurz bevor.

Da sind Claudia, Fridli und Jeannine – auch sie machen sich für den Winter parat, auf Ihre eigene Art und Weise. Und wer jetzt denkt, dass dieses eingespielte Trio langsam müde von der Sommersaison sein könnte und ans Zusammenpacken denkt, die oder der liegt definitiv falsch. Das Gegenteil ist nämlich der Fall. Weil der September viel Schnee und wenig Gäste brachte, haben sie kurzerhand entschieden, die Hütte nicht wie ursprünglich gedacht Mitte Oktober zu schliessen, sondern auch im November an den Wochenenden zu bewarten.

Sie sind also weiterhin voller Tatendrang und haben sich sogar ein neu-altes Saisonziel gesteckt; es fehlen nämlich noch 87 Gäste um die 4000ste Übernachtung zu erreichen. Wenn Sie nun also zu Hause bei Kaffee sitzen und denken, dass sie Gutes tun wollen……nur zu!

Für mich als Redaktorin heisst ihr Vorhaben, dass ich meinen Drehplan neu überdenken muss. Das aber gehört zu meinem Job, wir nehmen wie’s kommt, versuchen das Beste daraus zu machen.

Und dann war da noch ein weiterer Überraschungsgast; das Wetter. Als wir nämlich gestern Nachmittag Fridli mit der Kamera zum «Sandfanghüsli» begleiten wollten, fing es, entgegen den Prognosen, zu regnen an. Fridli sprang (ja es ist eher ein Springen als ein Laufen) voraus, er wollte seine Arbeit verrichten, den Sandfang winterfest machen. Wir hingegen kehrten nochmals um; Regen bedeutet für uns: die Technik schützen. Auch die Kamera besitzt ein Regenmänteli, das Tonmischgerät ebenso und dann sind ja auch noch wir. Diese Aktion muss dann jeweils möglichst schnell geschehen, denn wir wollen Fridli ja eigentlich nicht aus den Augen verlieren. Nun springen also auch wir, den Hang hinunter Richtung Bach. Die Drehverhältnisse sind eher ungünstig, wenn man dem so sagen kann. Fridli ist in seinem dunklen «Kabäuschen» und spitzt Holz. Der Kameramann kniet vor ihm, daneben hat es noch Platz für meinen Fuss – der zweite muss draussen vor der Tür bleiben. Einbeinig stelle ich meine Fragen, wir lassen Fridli weiterarbeiten. Wechseln dann nach draussen, machen Bilder vom Häuschen in der Verbindung zur Hütte – der Zuschauer soll sehen, wo es liegt, soll sich zurechtfinden können. Fridli hat unterdessen den Deckel für den Sandfang angepasst und kommt ins Freie – jetzt regnet es richtig. Was wir für die dritte Sendung brauchen, haben wir glücklicherweise «im Kasten», wir freuen uns auf die Wärme in der Hütte.

Und auf viele weitere Überraschungen zusammen mit Claudia, Jeannine und Fridli!

 

Wenn Ihr genau erfahren wollt, wie das war mit Fridli und dem «Sandfanghäuschen»;  «SRF bi de Lüt – Hüttengeschichten» wird im  November ausgestrahlt, jeweils freitags um 20.05 Uhr auf SRF 1. Lassen Sie sich überraschen!

 

Euch einen schönen Herbsttag und bevor der Winter kommt; tankt nochmals so richtig Sonne!

Herzlich, Michèle

 

Redaktorin SRF bi de Lüt - Hüttengeschichten

 

 

 

 

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Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

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