15. Oktober - Jeannine

Fertig

Und schon wieder ist für mich hier oben eine super Sommersaison zu Ende gegangen. 4 Monate, extrem wie schnell die Zeit vergehen kann. Anfangs denkt man noch, ui 4 Monate, und Ende sagt man, ui schon wieder fertig.

Sehr gerne denke ich an diese Saison zurück und lasse sie Revue passieren. Da war der Juli, ein sehr vom Wetter guter und schöner Monat. Aber nicht nur das, auch wunderbare Gäste waren zu Besuch. Neue, aber auch alte Gesichter tauchten an der Durchreiche auf. Ein paar Mal hatten wir auch full house. Nein, nicht nur beim Yatzy spielen. Beim Yatzy spielen, da kommt mir doch die Nicole in den Sinn. Sie stoss nämlich auch im Juli zu uns. Ich kannte sie vorher nicht, und war sehr gespannt auf sie. Und wir verstanden uns von Anfang an sehr gut. Es war sehr schön, sie bei uns im Team zu haben.

Dann kam der sehr gute August. Viele Wiederholer und auch viele neue Gäste kamen von allen Seiten her zu uns zu Besuch. Auch viele Freunde und Bekannte besuchten uns, und der Statistikbalken von Fridli schoss in die Höhe. Bis dahin waren wir mit der Sommersaison sehr zufrieden und waren froh, zu viert zu sein. Und dann kam der September. Anfangs noch gut, doch dann viel der Monat buchstäblich in den Schnee. Es kam sogar so weit, dass die Hütte 11 Tage zu war. Das kam in der Hüttenkarriere von Claudia und Fridli noch nie vor. Aber was sollten sie auch anders machen? Schnee, keine Reservationen, keine Telefone. Und so verliessen sie die Hütte, um in Bergün den Umzug vorzubereiten. Für die Nicole war es ein abruptes Saisonende. Und ich staunte nicht schlecht den Beiden in Bergün über den Weg zu laufen…. Ja so kommt es anders als man denkt. Dieser Monat war wirklich ganz anders als der letztjährige. Doch dann kam er doch noch, der Altweibersommer!! Und wie schön, meine letzte Woche war der Hammer. Stahlblauer Himmel, super Leute und phänomenale Stimmung.  Besser hätte diese letzte Woche nicht werden können.

 

Diesen Sommer hat uns auch bekanntlicher weise das SRF für die Hüttengeschichten begleitet. Es war eine sehr spannende Zeit mit ihnen. Mal so nahe mit dabei zu sein, war für mich sehr interessant. Wir freuen uns schon sehr auf die Sendungen. Und jedesmal, wenn sie uns dann verliessen war es sehr komisch. Denn irgendwie gehörten sie doch dazu. Und das nicht nur weil sie mit uns viele «Tschütterlimatch» bestritten, sondern auch weil sie uns sehr ans Herz gewachsen sind. Ich möchte mich hiermit bei Michele und Team sehr für diese schönen und spannenden Erlebnisse bedanken.

 

Ach ja, und jetzt sitzt ich hier und schreibe diese Zeilen über das Ende der Saison. Komisch. Auch wenn ich diesen Sommer eine grössere Achterbahn der Gefühle hatte, war ich sehr sehr gerne wieder ein Teil dieses wunderbaren Teams! Vielleicht hatte ich ja dieses Jahr mehr Mühe, weil der Mann von Nicole öfters zu Besuch kam. Mein Schatz kann leider nicht von der Arbeit weg, weil er sich um Mütterkühe auf der Alp kümmern muss. Und so kam es auch das eine Mal zu meinem Eintrag «Sehnsuchtstag». Aber, und jetzt kommt mein aber, waren zum Glück diese Tage sehr wenig. Denn dieses Jahr war das Team so gut, dass man die Sehnsüchte schnell vergass. Wir funktionierten dieses Jahr wieder sehr gut. Auch die Nicole hat sich schnell in unser Team eingegliedert. Alle 3 sind mir sehr ans Herz gewachsen. Man lernt sich kennen. Und langsam weiss ich wie man sich zu nehmen hat, und kenne auch die Maroden von den Anderen. Wir haben wirklich viel Gelacht, gespielt oder einfach nur geredet. Kein Tag war wie der Andere. Wieder eine schöne Zeit, von der ich nun wieder schweren Herzen Abschied nehmen muss. Diesmal ist auch wieder mein Schatz gekommen, um mich abzuholen. So fällt mir das Weggehen nicht so schwer, obwohl ich mich ja sehr auf die Zeit wieder zu Hause zu sein freue. Klar werde ich noch an 2 Wochenenden hier helfen, aber trotzdem ist jetzt meine offizielle Saison fertig.

 

Nach dieser gigantischen Woche habe ich nun dieses komische Gefühl in der Magengegend. Es fällt mir nicht leicht wegzugehen. Der gestrige Tag war mit Emotionen gespickt. Morgens noch ein normaler Hüttenwusel. Dann kam am Mittag eine sehr gute Bekannte von Bergün vorbei. Dann kam der Heli kam mit dem SRF. Und der Heil mit dem Piloten und dem Flughelfer hatten sogar Zeit für einen Kaffee. Der Pilot kenne ich sehr gut, ist er doch auch in Nepal als Helipilot unterwegs. Dann kam der schöne Moment, als mein Freund ankam. Ich habe mich sehr auf ihn gefreut, dass er kommt. Und das nicht alleine, ein Freund aus Bergün war auch mit dabei. So trudelten die 37 Gäste für den Abend langsam ein, und ich wurde zunehmend nervös. Denn mein Vortrag über meine Projekte in Nepal stand bevor. Alle waren begeistert, und hörten mir interessiert zu. Vielen Dank Claudia und Fridli für diese Gelegenheit. Das SRF hat die letzten Aufnahmen im Kasten, Ende gut alles gut.  Viel auf einmal, und doch ein schöneren Abschluss gibt es gar nicht…..

 

Darum sage ich jetzt «Ciao zämma»! Vielleicht, aber noch nicht sicher, bis nächste Sommersaison..

 

Liebe Grüsse von der Jeannine, der Claudia und dem Fridli.

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Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

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