3. Februar - Claudia

autsch...

Gestern war der Tag der Gewichte, der Packungen und Ablaufdaten, der Ankuft der ersten Saisongäste und ein gemütlicher Abend in der Stube.

Nach dem Mittag war es soweit. Zwei Versorgungsnetze per Heli wurden zu uns transportiert. Die Sachen, die wir am Ende mit der Unterstützung von Silvia und Heiri ins Engadin gebracht haben. Alles, was nicht im ersten Flug vor drei Tagen Platz fand (und das war als Innenlast nicht so viel) kam gestern im Netz und dazu noch Sachen, die wir hier im Engadin liefern lassen. Was das heisst? In erster Linie heisst das viele Gewichte auf unsere Körper... Das Netz wird vor dem Skikeller abgesetzt. Danach werden die ersten 850-900 Kilo in die Hütte getragen, immer gleich dorthin, wo sie auch einsortiert werden (Naturkeller, Keller, Trockenraum, Bad, Stube, Keller und Dachgeschoss). Da kommen viele Kilometer zusammen. Unser persönliches Fitnessprogramm, wenn wir der Physio nichts davon verraten ;-), denn die Belastung auf den Körper ist gross und wir haben wahrscheinlich nicht immer die perfekte Haltung beim Heben. 
Wenn das erste Netz abgesetzt ist, haben wir nur wenige Minuten, bis der Platz vor dem Skikeller wieder frei sein muss. Das zweite Netz kommt an die gleiche Stelle und das erste Netz wird gleich wieder mitgenommen. Also im Turbo-Gang alles in die Hütte und das Netz zusammenlegen. Gestern hat es super geklappt, wir hatten auch Unterstützung vom Flughelfer Markus. Und zu dritt waren wir gerade wieder mit Hineintragen fertig, als wir den Rotor der zweiten Fuhre hörten. Und schon ging es weiter. Nochmals 850 Kilos rein in die Hütte. Bei den kalten Temperaturen, die wir im Moment hier oben haben, sollten die Sachen eh nicht zu lange draussen bleiben. Auch hier war wenige Minuten später der Spuk mit dem Heli vorbei und der Flughelfer weg... Nun ging es mit den zweiten Waren zu zweit weiter. Unser Ziel war es, bevor die Gäste ankommen, alles aus dem Weg geschafft zu haben. Ich selbst hatte am Vormittag noch alles was bereits in den Schränken war herausgeräumt, da ja das Neue immer hinten versorgt wird: "first in, first out", wie es in der Lebenmittelhygiene heisst. Auch die Ablaufdaten der Sachen habe ich gleich aussen gut erkennbar angeschrieben und so war es vorbereitet. Nach gut eineinhalb Stunden war das meiste versorgt und in der richtigen Reihenfolge im Schrank - ufffff. Kaum fertig hörten wir die ersten Skitourengeher ankommen. Das hatte geklappt!

Danach ging es weiter mit Brote backen und vorbereiten für das Nachtessen. Am Anfang der Saison ist es immer sehr intensiv, da wir ja alles frisch zubereiten und uns die 'Vorlaufzeit' fehlt. Da können wir noch nicht vorab kalkulieren und das eine oder andere schon frühzeitig machen, weil wir ja noch nicht hier sind oder uns die Sachen fehlen. Da kommt dann alles miteinander. Und so war es gestern Kuchen, Ruchbrot, Zopf, Vollkornbrot backen und das Nachtessen kochen. Am Abend konnten Fridli und ich kaum noch 'piep' sagen und fielen schnell in einen erschöpften Schlaf. Und doch ist es erstaunlich, was man in einem Tag alles schaffen kann. Das wird uns in solchen Momenten auch immer wieder bewusst. 

Die Gäste haben von alldem nicht viel mitbekommen und kamen nach einem wunderbaren Skitag zu uns in die Hütte. Das Wetter zeigte sich von seiner allerbesten Winterseite mit Sonnenschein, Neuschnee und kaum Wind. Was will man mehr? 

Heute bleiben fast alle nochmals bei uns und geniessen einen Tourentag bei bestem Wetter. Ich hab Euch noch eine Abendstimmung fotografiert, die das Herz höher schlagen lässt. Der Vollmond schleicht über die Berggipfel:

Euch wünschen wir heute einen schönen Tag und hoffen, dass für Euch alles so läuft, wir Ihr Euch das erhofft. Und wenn Ihr es Euch einrichten könnt: Wir sind da :-).
Herzlichen Gruss von uns beiden hier oben: Claudia & Fridli 

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Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

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