8. Februar - Fridolin

Beschäftigungstherapie

Gestern Morgen wurden wir gefragt, was wir denn nun heute alles machen würden.

Ja, so ganz genau wissen wir das am Morgen auch noch nicht. Es gibt zwar ein paar Fixpunkte, welche, je nach Gästeaufkommen, einzuhalten sind, ansonsten kippt eben das vorgenommene Programm komplett. Gestern habe ich versucht mein Buchhaltungsprogramm über die Cloud in den Griff zu bekommen, aber ohä lätz. Das Programm will einfach nicht auf unser Laptop. Und bis ich mit Sage wieder in Kontakt bin, dass kann Stunden oder noch besser Tage dauern. Diese Abhängigkeit macht mich ganz verrückt. Jetzt hätte ich Zeit, um ein paar wichtige Sachen zu erledigen und genau dann funktioniert es nicht. Nicht einmal, nicht zweimal, nein, meistens dann, wenn's eben funktionieren sollte. Oder, noch so ein Beispiel von schlauer Technik; resp. von einem designten mobilen Hüttentelefon. Es steht bei der Durchreiche im Adapter und wenn's Du aus diesem heraus nimmst, so kommst du 100% an die Taste, welche die Lautstärke einstellt. Und so verstellst du jedesmal bei einem Anruf die Lautstärke. Manchmal frage ich mich, wie jemand so was konstruieren kann, ohne das Produkt selbst ausprobiert zu haben. Oder wenn ich an gewisse Autos denke, welche schon vom Aussehen her einem die Lust nehmen es zu kaufen. Es muss doch Freude machen etwas in die Hand zu nehmen oder hinein zu steigen. Dabei gibt es so gute (Industrie)- Designer, welche Werte geschaffen haben, die über Jahrzehnte Bestand haben. Aber ist es nicht gerade so, das eben das Gute etwas teurer ist, aber dafür länger Freude macht? Müssen wir uns nicht selbst manchmal an der eigenen Nase nehmen? Oder gibt es so Phasen im Leben, wo einem etwas Neues wichtiger ist, als etwas Langlebiges?

Ah, nun bin ich aber vom Thema abgeschweift. Ja - der gestrige Tag kam dann doch wieder etwas anders als erwartet, denn es meldete sich plötzlich noch ein Gast an, nachdem wir dachten, es gäbe noch einmal einen Tag ohne Gast. Als er auftauchte, wusste ich sofort, den hab ich schon gesehen. Und dies bestätigte er mir dann auch. Daraus entwickelten sich einmal mehr sehr gute und interessante Gespräche, auch während und nach dem Nachtessen. Claudia "durfte" einmal ein paar Stunden für sich einziehen. Aber davon wird sie dann sicher morgen etwas schreiben.

Und heute? Ja - heute scheint viel mehr klar zu sein, erwarten wir doch über 20 Gäste. Viele davon bleiben zwei und mehr Tage bei uns. Das ist sehr schön und gibt die bekannte RUHE der Jenatschhütte wider. Wir freuen uns, dass die nächsten 4 Tage a) schön werden sollen und b) recht viele Gäste bei uns sein werden.

Euch im Tal oder wo auch immer, wünschen wir viel Sonnenschein im oder ums Herz.

Fridli + Claudia

<< zurück


Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

081 833 29 29         info@jenatsch-huette.ch

775'350 / 155'675 .