15. Februar - Fridolin

Das Rennen ist wieder eröffnet

Wir waren - bis gestern - über Ostern bereits seit Wochen ausgebucht.

Gestern Abend kam aber ein E-Mail herein und da wurde uns mitgeteilt, dass eine Gruppe von 12 auf 4 Gäste reduziert. Da Frage ich mich schon, wie kann das geschehen. Was denken sich solche Berggänger? Wir mussten in den letzten Wochen mehrmals ganze Gruppen für diese Zeit abweisen und nun das? Dieses Vorgehen macht mich im ersten Moment wütend - wütend, weil wir mehrere Gäste für die Zeit abweisen und enttäuschen mussten und im zweiten Moment hinterfrage ich natürlich, wie entsteht der ganze Prozess, dass so eine Gruppe von 12 auf 4 reduziert? Sicher werde ich dies an Ostern noch erfragen.
Diejenigen, die uns über Ostern besuchen möchten, haben nun wieder Platz und sollten sich beeilen. Man weiss ja nie, wie schnell das geht...

Aber nun zu viel Schönerem. Wir haben ja viel Gäste, welche zwei und mehr Tage bei uns verbringen. Und manchmal kommen einem diese zwei oder drei Tage so vor, als wäen es Wochen. Und so kommt es, dass uns manche Gäste Fotos oder ganze Bilderreihen zusenden. Und genau dies ist gestern wieder einmal geschehen und wir freuen uns, dass wir Euch die Bilder von Beat via seiner Homepage aufschalten dürfen: www.bewege.ch/jenatsch 

Wir danken Dir Beat ganz herzlich, dass Du unsere TagebuchleserInnen daran teilhaben lässt.

Und nun noch zu etwas ganz Anderem. Seit ein paar Tagen habe ich Spuren im Schnee versucht einem Tier zuzuordnen. Nur - mit dem Feldstecher ist mir dies auf Distanz nicht so richtig gelungen, so dass ich mich in Spekulation übte, dass es eben DER Gamsbock sein könnte, welcher sich jeden Winter in einer gewissen Distanz zur Hütte aufhält. Und gestern kurz vor dem Nachtessen, - ein kurzer Blick Richtung Osten, dort wo sich die Steinböcke in den Sommer-/Herbstmonaten im besten Hohllicht zeigen, ja da steht er, unser Gamsbock. Also doch - meine Vermutung stimmte. Danach musste natürlich jeder von uns einmal mit dem Feldstecher diesen Prachtsbock beäugen. Markus hat sich dann aber die Zeit genommen, etwas länger durch die Gläser zu schauen und siehe da, es tauchten plötzlich noch zwei jüngere Exemplare am Horizont auf. Unser Herz ging auf und die Gamsböcke zogen weiter zu den Felsen hoch. Und schon war der Ärger über die überdimensionierte Buchung verflogen und mein Inneres hatte plötzlich den Frieden wieder gefunden. Insbesondere auch, weil ich ein Buch von einem italienischen Autor, Name ist mir entfallen, gelesen habe, welcher den "Kampf" von einem Jäger und eben einem Gamsbock unglaublich autentisch beschreibt. Da ich seit Kindsbeinen immer mit meinem Vater in der Natur und Bergen unterwegs war (mein Vater war Wildhüter und Bergführer), kommen bei mir natürlich sofort Kindheitserinnerungen auf und ganze Filme laufen mir vor den Augen ab. Und - es sind von sehr spannenden Geschichten (es wurde ja hie und da auch gewildert) bis hin zu einfach nur Schönen. Aber davon vielleicht ein anderes Mal. Denn jetzt ist Schluss für heute, denn bei Euch ruft sicher die Arbeit auch wieder, wie bei mir auch.

Seid herzlich gegrüsst von uns vieren.

Fridli, Claudia, Christian und Markus.

PS: Heute erwarten wir unseren Gästekoch für morgen Freitag, Ludovic, mit Simone. Auch wieder zwei, welche wir ins Herz geschlossen haben.

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Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

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