17. Februar - Fridolin

Ja - wir haben Verspätung

Heute Samstag haben wir etwas Verspätung, wie vielleicht Ihr auch.

Bei Euch vielleicht, weil es Samstag ist und Ihr im Wochenendmotus seid. Bei uns aber, hat es einen anderen Grund. Gestern kam ein Gast zurück, bei welchen sich bei einem Schwung die Skibindung unverhofft öffnete und der andere Ski sich bei der Drehbewegung in den Schnee eingegraben hat. Dadurch hat er sich das Knie verdreht. Trotzdem ist er noch bis zur Hütte abgefahren und hat versucht, ob er heute wieder die Tour mit seiner Gruppe mitmachen kann. Aber schon beim Aufstehen war klar, dass er nicht auf eine Skitour gehen kann, sondern mit der REGA ausgeflogen werden muss. Durch diese, notabene für uns sehr einfache Organisation, ist unser Tagesprogramm ein bisschen ins Hintertreffen geraten, insbesondere auch noch, weil wir "unseren" Gästekoch Ludovic schon verabschieden mussten. Uns bleiben Hoffnungen, dass a) der Gast nicht allzu grosse Blessuren davon getragen hat und b) dass Ludovic mit Simone uns über den Jahreswechsel wieder in der Hütte begleiten. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, hat doch Ludovic ein Stipendium bekommen, welches es ihm erlaubt 1 1/2 Jahre in den USA einem Forschungsprojekt nachzugehen. 

Gestern Abend hat ja, wie schon mehrfach erwähnt, Ludovic für unsere Gäste gekocht. Und wie! Die Gäste und wir wurden nach Strich und Faden verwöhnt. Einmal mehr durften wir feststellen, dass die gute Stimmung in der Stube eben auch über den Magen gesteuert wird. Und so schwelgen wir von einem Hoch zum andern, auch wenn uns das Wetter kein stabiles Hoch bringt. Wir haben's trotzdem, Wetterprognose hin oder her. Und schon freuen wir uns wieder auf den Abend, wenn Claudia wieder einmal die Kochtöpfe mit Begeisterung auf dem Holzherd durcheinander wirbelt. 

Heute dürfen wir, trotz durchzogener Wetterprognose, eine ansehnliche Anzahl Gäste erwarten. Wir freuen uns auf Sie, denn morgen Sonntag soll ein sehr schöner Tag werden und da kann ja der Hüttenaufstieg auch bei nicht strahlendem Sonnenschein begangen werden.

Vorhin hatte Claudia noch ein herzerfrischendes Telefon. Ein Gast, welcher gestern nach Hause ging, hat sich dauernd überlegt, woher er uns denn kenne. Und als er draussen schon mit den Skier an den Füssen, das Heimeli gesehen habe, so sei es ihm in den Sinn gekommen, - natürlich - die Hüttengeschichten von SRF1! Und jetzt hätte er uns das unbedingt noch mitteilen wollen. Ist das nicht schön?!

Ja genau, schön, es ist so schön, dass ich jetzt das Schreiben bleiben lasse und dieses Gefühl mit in die Hüttenwuselarbeiten mitnehme.

Euch wünschen wir auch so Herzgeschichten. Aber - merkt Ihr überhaupt noch diese feinen, kleinen Unterschiede? Oder seid Ihr schon mit sooooo vielen Reizen überflutet, dass diese bereits abprallen? Wenn ja, dann ist es höchste Zeit, Jenatsch zu buchen um dieses Gefühl in dieser RUHE wieder zu finden.

Also, bis bald wieder und ä schüs Wochäänd.

Fridli, Claudia, Christian und Markus.

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Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

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