26. Februar - Fridolin

Klinikum Jenatschhütte

Nein, wir sind nicht wegen der Grippe von Claudia zum Klinikum geworden.

Sondern, weil gestern mehr als Drittel unserer Gäste Ärzte waren. An jedem Tisch sassen zwischen zwei bis vier deren Spezies; vom Notfallarzt bis zum Orthopäde. Dazu gesellten sich Entwicklungsingenieure für Motoren und Getriebe, sowie auch für Steuerungen von Spezialfahrzeugen. So haben wir vielfach eine geballte Ladung an Wissen in unserer Stube. Das interessante daran ist, dass wir relativ schnell merken, in welchen Fachgebiete unsere Gäste sich bewegen. Ist einer Mathematiker, Neurologe, Informatiker, usw., so dauert es sicher etwas länger, bis er "auftaut", wenn überhaupt. Auch haben wir im Moment eine Gruppe in der Stube, welche sich mit den Anmeldungen gar etwas schwer tat und uns das Leben mit dem ewigen An- und Abmelden schon etwas erschwerte. Darum war der Empfang gar nicht so herzlich, wie üblich, insbesondere als sie dann noch mit einem Kollegen weniger auftauchten, und dies bei voll belegter Hütte. Und nun kommt's - es sind allesamt tolle junge Männer, welche sich in den Bergen austoben müssen, da sie in ihren Job's eben sehr gefordert sind. Sie machen in einem Tag Höhenmeter, welche ich ihnen kaum zutraute und das mit einer Begeisterung für die tolle Umgebung, dass sie meinen Respekt haben. Und nicht nur das - ich mag sie richtig gut. Und wir haben in der Zwischenzeit schon viel gelacht und uns auch sehr gut unterhalten. Solche Geschichten formen uns weiter als Hüttengastgeber und machen unsere Arbeit eben so schön und reich. 

Heute werden uns ein paar Gäste verlassen (nach Hause und Haute Route Graubünden) und der Rest der bleibt einen weiteren oder noch mehr Tage bei uns. Das ist ja auch das Schöne, wenn Gäste mehrere Tage bei uns bleiben, so können wir ihnen auch Tourentipps geben und sie kommen dann, meistens, mit einem Strahlen im Gesicht zurück, welches uns auch glücklich macht. Ja, und so ist vor allem mein Glück perfekt, kann ich mich doch im Moment als Aussenminister zurück lehnen und mich voll auf die Technik verlassen. Das Wasser fliesst bis zur Turbine, diese schnurrt, dass es eine Freude ist, die Wasserpumpe funktioniert einwandfrei und die neue Zuleitung verrichtet ihren Dienst auch zu meiner Zufriedenheit. Die vielen Arbeitsstunden der letzten Jahre scheinen nun endlich Früchte zu tragen und so wird uns hier oben das Leben erheblich erleichtert. Die vielen Sonnenstunden tragen auch sehr viel dazu bei, dass wir genügend Strom und warmes Wasser haben.

Heute erwarten wir keine neuen Gäste und so können wir unsere ganze Energie den Verbleibenden widmen.

Ach ja, für Euch heisst es ja, es beginnt wieder eine neue Arbeitswoche. Dazu wünschen wir Euch einen guten Start und eben so viele Sonnenstunden wie wir sie hier oben haben. Zwar etwas kalt, dafür strahlend schön und windstill.

Herzliche Grüsse vum Fridli, dr Claudia und em Christian.

Markus, unserem Hüttenpraktikant wünschen wir im Nebel ebenfalls wieder einen guten Start im Tal.

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Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

081 833 29 29         info@jenatsch-huette.ch

775'350 / 155'675 .