7. März - Fridolin

Spuren zum Zweiten

Vorgestern hatte ich ein Bild aufgeschaltet und gefragt, was für Spuren das doch sein könnten.

Wir bekamen per Telefon und per E-Mail ein paar richtige Antworten. Aber diese sind alles so richtige Jenatschsaunakenner. Von wem dieses Schneeengelchen stammt, verraten wir natürlich nicht. Aber den besten Spruch möchten wir Euch nicht vorenthalten:

"... Übrigens nehme ich das nächste Mal gerne einen guten Kaffee. Das Rätselfoto denke ich ist ein Balzplatz eines Schneehahnes...".

Heute werden alle Spuren wieder einmal verwischt; resp. mit Neuschnee sachte zugedeckt. Vor einer halben Stunde hätte man noch meinen können, dass sich der blaue Himmel durchsetzen würde. Kein Luft aus irgendeiner Richtung zu spüren und trotzdem hat jetzt Schneefall eingesetzt. Ich bin ja gespannt, wie viel da vom Himmel fällt, beobachte ich doch immer die verschiedenen Wetterportale und deren Lokalwetterprognosen. Besonders gespannt verfolgen wir natürlich die Wochenenden, wie Ihr sicher auch, sind sie doch für uns von grosser Bedeutung, was die Hüttenbelegung betrifft.

Bereits heute hat sich unser Emil (Emilio), welcher ab Montag bei uns für vier Wochen wieder als Hüttenmitarbeiter eingesetzt ist, gemeldet und sein Kommen schon für Freitag angesagt. Aber Emil ist einer der seine Spuren nicht verwischt, er hinterlässt eben Spuren. Seine Spuren sind tief und können gar nicht verwischt werden. Er ist die Herzlichkeit in Person. Zusammen mit Orlando, welcher seine Hilfe für dieses Wochenende auch nochmals angeboten hat, kann sich die Hütte getrost nochmals bis zum letzten Platz füllen; resp. es können gerne alle Angemeldeten kommen. Die Wetter-Prognosen sprechen im Moment aber eher das Gegenteil. Schauen wir mal, denn gestern und heute haben wir 2 Gäste in der Stube, mit welchen wir auch nicht gerechnet hatten. Wieso also an einem Wochenende nicht auch?

Ja, mit den Spuren ist das so eine Sache. Auf der einen Seite freut man sich sehr, Tierspuren zu sehen. Sehe ich aber, seit neuestem, um die Hütte wieder Spuren von einem Wiesel (Hermelin), so kommen mir natürlich wieder die alten Geschichten von unserem gefrässigen Fredi (eben ein in der Hütte tätiges Wiesel) hoch. Heisst das nun ab sofort, dass wir die Fleischsachen viel besser als sonst versorgen müssen. Er kann ruhig draussen bleiben, denn Mäuse haben wir keine im Keller und somit gibt es für ihn gar keinen Grund in fremdes Eigentum einzudringen. Auch wenn er ein sehr putziges, kleines Kerlchen ist, so gehe ich viel lieber nach draussen, um ihn zu sehen. Auf die, im Keller stattfindenden, Aug in Aug Begegnungen, kann ich sehr gut verzichten. 

So - und nun geht's auch bei mir mit anderen Spuren vorwärts, warten doch noch, auch wenn ganz wenige Gäste da sind, einige Arbeiten. Sei es E-Mail beantworten, Verträge bearbeiten, Termine planen (Talaufenthalt und Einkauf Claudia), bei einem Doppelzimmer einige Änderungen im technischen Bereich machen, usw. - und den obligaten Hüttenwusel. Damit könnte ich Claudia ermöglichen ihre Arbeitskraft im Nähstübli einzusetzen. Mal schauen, wie es am Abend ausschaut. 

Herzliche Grüsse aus der Hüttenküche ins Tal, in die Berge oder wohin auch immer.

Fridli + Claudia

<< zurück


Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

081 833 29 29         info@jenatsch-huette.ch

775'350 / 155'675 .