19. Februar - Fridolin

Gedanken

Heute Morgen mache ich mir über die vergangenen Tage und die kommenden Wochen einige Gedanken.

Nach dem gut besuchten Samstag mit vielen tollen Gästen in den Stuben, hatten wir gestern wieder ein kleines, nettes Grüppchen beeinander. Also hatten wir gestern, nach einem strengen und intensiven Hüttenwusel, noch Zeit für sich selbst. Claudia verzog sich wie immer ins Nähstübli, Markus musste noch ein bisschen die Verabschiedung seiner Liebsten verdauen, um sich danach dem Nachtessen widmen, Christian hat sich nach dem Mittagessen auf den Heimweg gemacht. Er kann, bevor es dann richtig streng werden sollte, noch einmal ein bisschen erholen und die erste Woche verdauen. Und ich, ja wie meistens, zuerst die Tagesabrechnung, welche nach einem Wochenende meistens sehr umfangreich ist, danach dem Wäscheberg, zum Glück mit der Maschine, Herr werden. Heute folgt noch die Fortsetzung, denn der Boiler wird sicher bald den ersten Wärmeschub vom Dach bekommen. 

Ja - und nun sehe ich zum Küchenfenster Richtung Osten den Hang traversieren. Der Vordere schlägt ein Tempo an, welches mich an meine jüngeren Jahre erinnert, als wir die Berge auch in einem Drittel der Zeit bewältigten. Nur - ich trauere diesen Zeiten nicht nach, sondern freue mich für die Jungen, welche jetzt dieses Privileg auch haben. Und so hat jede Zeit eben seine ZEIT. Und Zeit scheinen auch zwei Gäste mitgebracht zu haben, welche einen Tag buchten und sich nun entschieden haben noch mindestens einen weiteren Tag bei uns zu verbringen. Wer mag es ihnen verübeln, bei diesen Traumverhältnissen.

Gedanken mache ich mir natürlich auch, wie die Saison weiter geht, hat sie doch recht gut begonnen. Schönes Wetter zur richtigen Zeit? Also an den bereits voll belegten Wochenenden? Immer wieder ein bisschen Schnee an den schwachen Tagen? Wunschprogramm pur. Es kommt eben wie es kommt und wir werden uns danach zu richten haben. Auf alle Fälle wollen die Leute zu uns und in unsere traumhafte Umgebung kommen, wenn ich den Reservationsstand anschaue. Es kann sie nur noch eine Grippe oder eben das ganz schlechte Wetter davon abhalten. Das Wetter ist ja bei uns sowieso meistens etwas besser als die Meteorologen versprechen. 

In der Zwischenzeit habe ich die letzten Tourentipps abgegeben, die letzte Abrechnung erledigt, den Wunsch für ein feines Aelplerfondue für heute Abend entgegen genommen, ein Telefongespräch geführt und versuche krampfhaft mich wieder auf das Schreiben zu konzentrieren, auch wenn Markus im Hintergrund am Schlussspurt mit dem Morgenabwasch ist. Also auch Zeit für mich, die letzten Buchstaben auf der Tastatur zu finden, damit ich das heutige Tagebuch zu einem guten Ende bringen kann.

Wenn ich mich recht erinnere ist heute Montag, also für die meisten von Euch beginnt eine neue Arbeitswoche und für diese wünschen wir Euch genau so Start, wie wir ihn erleben - nämlich voller Sonnenschein.

Herzliche Grüsse Fridli, Claudia, Markus und Christian (aus dem Tal).


Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

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