16. Mai - Claudia und Fridolin

Unsere beste Wintersaison

Ja, das war sie. Die Wintersaison 2018 war aus verschiedenen Gründen unsere beste.

Es begann schon an Silvester, als wir ein so tolles Hüttenteam beieinander hatten, dass es einfach nur eine Freude war. Simone, Ursi und Ludo - das Silvester-Dream-Team. Super Stimmung, super Menschen, lustige Momente beim Spielen, tolle Abende mit den Gästen. Somit war der Beginn der Wintersaison schon mal wunderbar! Dank noch an die drei, mit denen es uns sehr grossen Spass gemacht hat (gerne dürft Ihr Euch Silvester 2018/19 wieder freihalten ;-) - grins).

Danach ging es Ende Januar für uns weiter und wir starteten voll in die Wintersaison. Schnee war gut, was für uns und die Buchungen wichtig ist. Im Team hatten wir einen kurzen Holperer. Nach kurzer Zeit merkten Christian und wir, dass unsere Chemie wohl doch zu wenig zusammen passt, um mehrere Monate miteinander zu verbringen und trennten uns nach drei Wochen. Für uns und sicher auch für Christian war das eine schwierige Zeit, die Kraft und Energie raubte. Aber es ist das Leben und gehört dazu, dass auch mal etwas nicht so rund läuft, wie es alle gerne hätten. Wir waren somit gezwungen Zwischenlösungen zu suchen und fanden sie auch. 
Der Rest der Saison war für uns wieder eine Freude im Team. Unser Praktikant Markus passte super zu uns und lächelte einfach verschmitzt, wenn Fridli wieder einmal seinen 'Haarspalter' raushängen liess. Da steht Markus fest am Boden und lässt sich nicht verunsichern... Orlando, der erst im Sommer sein Praktikum bei uns absolvieren wird, sprang mehrmals bei uns ein und fügte sich sensationell ins Team. Einmal hat sogar seine Freundin Susanne noch zusätzlich ausgeholfen, obwohl sie vom Job her sicher genug zu tun hat. Vielen lieben Dank an Euch beide für Eure spontane Hilfe, die uns die Ruhe im Team und in der Hütte erhalten hat. 
Dann, ab Mitte März lief alles, wie geplant und erst Emil und danach Martina stiessen zu uns. Die beiden verstanden sich ausserordentlich gut, die anfänglichen Schwierigkeiten mit neuen Menschen im Team und den Anforderungen an die Arbeit liessen sich klären und so war der Rest nur noch Freude, Spielen, Lachen und viel Arbeit. Habt Dank, Ihr beiden. Wir freuen uns schon sehr auf unser Abschlusstreffen mit gemütlichem Beisammensein.

Und so gut es im Team klappte, so gelöst war auch unser Aufenthalt in der Hütte. Ein sehr wichtiger Faktor dabei ist die Hüttentechnik. Ihr glaubt es vielleicht gar nicht, nach all den Jahren, in denen vorallem Fridli sein volles Engagement in die Verbesserung gesteckt hat und in denen wir in der Hütte oft reagieren mussten - klappte diese Saison einfach alles!!! Wir hatten Wasser, wir hatten Strom, die Pumpe schnurrte auf 'Knopfdruck', das Turbinchen lief wie eine Eins... Kaum zu glauben oder? Wir, Fridli und ich, haben uns immer wieder angesehen - wenn er den Knopf für die Pumpe betätigte und man auf der elektrischen Anzeige sah, dass sie ihre Arbeit aufnimmt - und uns angelächelt und gesagt "... ist das nicht unglaublich, dass das jetzt so gut funktioniert?..." An dieser Stelle nochmals und nochmals ganz herzlichen Dank an alle unsere Sponsoren, die das ermöglicht haben und an Fridli, der mit seinem Sturkopf (sorry Fridli :-)) solange gebohrt hat, bis alles so gut installiert war, wie es heute ist. Toll!

Das Einzige, das uns immer mal wieder Kopfzerbrechen bereitete ist die offene Wasserwanne im Dachstock. Wenn dort das Wasser hineingepumpt wird, ensteht Kondenswasser und das weiss nicht wohin abfliessen. Da ist im System ein Fehler, dass diese Wanne nicht in einer zweiten Wanne steht, die dieses Wasser auffängt. Da das Kondenswasser nicht weiss wohin, dringt es immer wieder in die Holzdecke ein und tropft dann an der 'schwächsten Stelle' der Decke hinunter. Leider ist das am Fussende der 3-er Koje im Err-Lager und wir mussten mehr als einmal eine Metallschüssel unterstellen, damit nicht die ganze Matratze nass wird. Nicht so toll... Fridli ist mit unserem Hüttenchef Jachen daran, diese Situation zu verbessern, die nun durch das Alter der Materialien schlechter wird. Und es ist ja schon wichtig, dass unser Aussenminister Fridli wieder ein technisches Problem angehen kann... grins. 

Dazu ist noch zu sagen, dass Fridli die ganze Wintersaison nicht einmal im Tal war. Das ging nur, weil die technische Seite so entpannt abgelaufen ist und er seine Energien für die Gäste bündeln konnte. Mit technischen Schwierigkeiten geht so etwas nicht, weil er dann 'zur Erholung' und dann halt auch für vieles Andere, was sich erledigen lässt, ins Tal muss um Abstand zu gewinnen. Diesen Winter war das anders und sehr entspannt.

Ach ja, und wo wir gerade bei den positiven Dingen sind hier noch ein paar Details: 
Rega: hier hatten wir nur gerade drei Einsätze, die alle nicht lebensbedrohend waren 
Doppelzimmer: sie waren so gut belegt, wie noch nie
Sauna: auch hier haben unsere Gäste einen neuen Rekord aufgestellt
Schnee: in diesem Winter hatten wir glücklicherweise genug davon und auch sehr lange
Gäste: viele neue Gäste und sehr viele Wiederholer! Habt Dank, dass Ihr uns immer wieder besucht.

Leider haben wir auch etwas, dass wir sehr schade finden. Unser Skitourenangebot mit Bergführer wurde nicht gebucht und keines der drei Angebote konnten wir durchführen. Schade. Wir werden damit dieses Angebot nicht weiterführen. So ist das: was läuft kommt wieder - was nicht läuft, muss weichen.

Und die grosse Entdeckung von uns geschah durch einen Zufall. Wir waren zu Saisonbeginn im Grossmarkt mit der Idee, dieses Mal gleich mehr einzukaufen, damit wir nicht dauernd herunter müssen, um nachzukaufen. Leider hatten wir am Ende etwas mehr Waren, als Platz im Auto und Anhänger. Da das Engadin von Sargans weit entfernt ist und man nicht schnell noch etwas nachholen kann, machten wir uns zusammen mit dem Team des CCAngehrn Gedanken, wie sich das lösen liesse. Im aktuellen Fall half uns ein 'neuer Nachbar' aus Schwändi mit seiner Frau, die kurzerhand (obwohl selbst beim Einkauf im CCA) mit uns ins Engadin fuhren, damit wir alle Sachen zeitnah bei uns hatten. Das war ein toller Einsatz von Euch Silvia und Heiri, den wir definitiv nie vergessen werden! Und am Ende stellte sich noch heraus, dass es in Zukunft möglich sei, per Internet Bestellungen zu machen und den Transport ins Engadin per Spedition zu machen. Wir versuchten das und es klappte hervorragend. Wieder hat sich durch etwas, das nicht gut lief, etwas viel Besseres ergeben, wie es manchmal ist... Wir haben auf jeden Fall die gesamte Saison lang von diesem Angebot Gebrauch gemacht und konnten so viel Zeit sparen, wie noch nie. Ich selbst war auch nur gerade zweimal im Tal, vorallem um unsere Küche aus- und später wieder einzuräumen. Ein Umbau derselben stand an und ist super gelungen. Auch hier viel Positives...

Ihr merkt, dass wir sehr zufrieden und glücklich sind. Das war eine super Wintersaison und was die Gästeübernachtungen betrifft, die beste, die wir je hatten - obwohl das Wetter besonders im März sehr wechselhaft war. Das gibt trotz der grossen Müdigkeit am Ende der Saison ein so gutes Gefühl und so viel Glücksmomente, dass es eine Weile reicht...
Wir danken allen unseren tollen Gästen, die uns besucht haben, für die gute Zeit in diesem Winter und wir raten allen Gästen, die die Wetterprognosen zu wörtlich nehmen, auch einmal zu gehen, wenn nicht alles perfekt angesagt wird - weil am Ende ist es eh viel besser als gedacht!

Nun haben wir ein paar Wochen Zeit für anderes und das tut auch mal gut. Auch wenn die ganze Buchhaltung der gesamten Saison zu machen ist, auch wenn viel nachzubearbeiten bleibt und vorzubereiten ist... wir werden die Zeit geniessen und dann Ende Juni wieder voller Vorfreude auf die Hütte gehen, um die Sommersaison zu starten.
Bis dahin wünschen wir Euch alles Gute und bleibt oder werdet gesund. 
Herzliche Grüsse aus dem Glarnerland von Euren beiden aus der Jenatsch Claudia & Fridli 


Claudia Drilling und Fridolin Vögeli

081 833 29 29         info@jenatsch-huette.ch

775'350 / 155'675 .